Forschung: Wer kennt ... oder besitzt ...?

Fotos von Familienmitgliedern der Familie Menu/ von Minutoli

oder

Fotos von Familienmitgliedern der Familie Menu/ von Minutoli aus dem 19. Jahrhundert?

 

Carl Heinrich Menu von Minutoli oo Sophie von Menu (von Minutoli), geborene von Woldeck

 

ihren 3 Söhnen:

- Adolph von Minutoli

- Julius von Minutoli  oo Mathilde von Minutoli, geborene Freiin von Rotenhan

            - ihren 4 Kindern Hedwig (* 1836), Sophie (* 1837), Arthur (*1840), Marie (* 1845)

- Alexander von Minutoli oo mit

            - seiner Tochter Anna (* ) oo mit Arthur von Minutoli - Woldeck

Fotos oder Zeichnungen von Wohnungen der Minutolis?

Tagebücher, Zeichenblätter, Skizzenbücher der Minutolis?

Julius von Minutoli: Einfahrt in Bay von Bugia/Nordafrika, 1842

Zeichenbuch 2, Blatt 43.

Wer kennt Kunstobjekte aus den Sammlungen der 3 reisenden Minutolis?

Wer kennt dieses Wandrelief aus einem Schloss in Cordova?

 

 

 

Hat Julius von Minutoli es in der Ruine von Medinat al Zafira abgezeichnet?

 

Zeichenbuch 2, Blatt 24.

Wer kennt diese alte Münze?

 

 

 

Julius von Minutoli hat sie in Spanien gefunden und gezeichnet.

 

Zeichenbuch 2, Blatt 65.

Wer hat Auktionskataloge zu Verkäufen aus den Sammlungen der Minutolis?

Die Autorin D. Minkels arbeitet zur Zeit an der Biographie des Gründers des 1. deutschen Kunstgewerbemuseums,

Alexander von Minutoli. Er öffnete 1845 die erste Kunstgewerbesammlung in Liegnitz/Schlesien (heute Legnize in Polen) für Besucher.

 

 

 

 

Wer kennt den Aufenthaltsort dieser Gedenktafel, die 1998 auf dem Alexanderplatz in Berlin am ehemaligen Standort der großen Barrikade vom 18. März 1848 in Kopfsteinpflaster eingelegt wurde -

und seit den Straßenarbeiten auf dem Alexanderplatz vermutlich gegen eine andere ausgetauscht worden ist?

Foto: Dorothea Minkels

Zusammenfassung:

 

 

 

Der auf vielen Wissensgebieten hoch gebildete Jurist und Staatswissenschaftler Dr. Julius Rudolph Ottomar Menu von Minutoli (1804-1860) war auf vielen Arbeitsgebieten tätig:

 

  • als Gutachter für die Restauration einer alten Kirche in Vallendar bei Koblenz,
  • als für die Probleme der Menschen engagierter Beamter für Polizei- und Militärangelegenheiten in Posen [heute Poznan/Polen] und Berlin mit besonderem Schwerpunkt auf der Gefängniskunde,
  • als Forschungsreisender,
  • als Architekturzeichner, Darsteller von Personen, Trachten, Uniformen, Objekten aus dem Kunstgewerbe und des Handels, Dokumentarist der Tierhaltung und der Industrieentwicklung in verschiedenen Ländern,
  • als Berater der Regierung des preußischen Königs und Ministerien der spanischen Königin,
  • als Kontaktmann zu einflußreichen Persönlichkeiten und Herrschern im In- und Ausland, der Möglichkeiten zu Handelsvertrags-Abschlüssen mit anderen Nationen ausloten sollte,
  • als anonymer Autor von Beiträgen in der Preußischen Staatszeitung, der Leipziger Illustrierten, der Augsburger Allgemeinen Zeitung und dem Deutschen Kunstblatt,
  • als pfiffiger, unkonventioneller Polizeipräsident in Posen und Berlin, der 1848 als Kontaktmann zwischen dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und den zu mehr Einfluß strebenden Personen fungierte,
  • als Dokumentarist der Vorgänge in der Berliner Märzrevolution,
  • als Förderer von Personen, die ebenfalls Beiträge dazu liefern konnten, um ein umfassendes, möglichst sachliches historisches Bild zu 1848 für die Nachwelt zu erhalten,
  • 1848 als Organisator einer Bürgerwehr in Berlin,
  • als Organisator einer - zum großen Teil unbewaffneten - Schutzpolizei in Preußen,
  • als Erfinder des - heute noch gültigen - Prinzips der Deeskalation im aktiven Polizeidienst,
  • als Generalkonsul für Spanien und Portugal,
  • als Autor verschiedener Sachbücher zur Gefängniskunde, zur frühen Geschichte der Hohenzollern, zu Geschichte, Geographie, Handel und Volkssitten in Spanien sowie seinen Kolonien auf den Kanarischen Inseln, Portugal und seinen Kolonien,
  • als Forscher und Sammler auf den Gebieten Botanik, Zoologie, Mineralogie, Kunstgewerbe und Kunst für Museen in der Heimat,
  • als Gutachter in archäologischen Fragen,
  • zuletzt für den Deutschen Zollverein als erster deutscher Ministerresident und Generalkonsul in Persien.

 

 

 

Hunderte auf drei Kontinenten entstandene Zeichnungen zeigen zahlreiche Orte und Gebäude, die es heute nicht mehr gibt. Manche idyllisch wirkende Darstellungen belegen Orte, die hochpolitisch sind, da sie Belege für die asymmetrische Kriegsführung unter der französischen Kolonialmacht in Algerien sind.

 

Minutoli war ein kontaktfreudiger, unermütlich tätiger engagierter Humanist, ein Menschen- und Tierfreund, ein wandlungsfähiger sportlicher Dandy, der auch unter härtesten Bedingungen seinen Dienst für das Vaterland und die Wissenschaft erfüllte.

 

 

 

Kontakt:                                    

Dorothea Minkels

13465 Berlin              

Mail: dminkels@t-online.de