Der jüngere Bruder von Julius von MinutolI hat jetzt eine eigene Internetseite:

https://alexander-v-Minutoli-d-minkels.jimdo.com

 

Die 692-seitige Biografie von Alexander von Minutoli (1806-1887) ist gedruckt erhältlich.

 

Alexander von Minutoli:

* am 26.12.1806 in Berlin

+ am 17.12.1887 in Friedersdorf/bei Lauban

(Heute Polen: Biesdrzychovice bei Luban)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurz vor seinem 130. Todestag (17.12.1887)

wurde  am 15.12.2017 um 14 Uhr 30

 

im Kunstgewerbemuseum Berlin/Kulturforum

 

die Biografie in einem bebilderten Vortrag

mit anschließender Führung zu Objekten aus der Minutoli-Sammlung

vorgestellt.

 

Internetseite zum Vortrag am 15.12.2017 um 14 Uhr 30 im Vortragssaal des Kunstgewerbemuseums Berlin/ am Kulturform:

-> Internet, -> Kunstgewerbemuseum Minkels

 

 

 

 

 

Dieser Berliner ist der Gründer des

 

1. Kunstgewerbemuseums der Welt!

 

Aber es geschah nicht in Berlin, sondern in Liegnitz in Schlesien!

 

Nun ist die 1. Biografie dieses interessanten Mannes gedruckt erhältlich.

 

Buchtitel:

 

Alexander von Minutoli.

Der Gründer des 1. Kunstgewerbemuseums der Welt (1844).

 

692 Seiten, 91 Abbildungen in Farbe.

 

Es gab eine Subskriptionsliste für die Erstausgabe.

 

Interesse am  Kauf eines signierten Buchs?

 

Dann schicken Sie mir eine E-Mail:

dminkels@t-online.de

 

 

 

 

Zum Inhaltsverzeichnis und zur Leseprobe:

 

https://www.bod.de/s??k=lqp8m3bbjnc

 

Die umfangreiche Biographie stellt das facettenreiche Leben eines international aktiven preußischen Beamten dar. Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. sollte er eine Vorbildersammlung der europäischen Kulturen anlegen, um die schlesischen Handwerker und Fabrikanten in die Lage zu versetzen, in verschiedenen Sparten konkurrenzfähige schöne Produkte herzustellen.

Im Jahr 1844 konnte Alexander von Minutoli (1806-1887) einer interessierten Öffentlichkeit schon über 3.000 Objekte - vor allem aus Familienbesitz - in seiner Liegnitzer Wohnung zeigen. Im "Museum Minutoli" im Liegnitzer Schloss präsentierte er die kunstgewerblichen Stücke zunächst nach historischen und technologischen Gesichtspunkten geordnet. 1857 umfasste die Ausstellung bereits 28.000 Gegenstände in 18 Räumen. Einige von ihnen waren bis hin zur Innenarchitektur stilgeschichtlichen Epochen entsprechend dekoriert worden, so dass sich der Besucher gleichsam in eine Zeitmaschine versetzt fühlen konnte.

Die von Alexander von Minutoli zusammengetragene Sammlung wurde zu einem wichtigen Vorbild für das 1867 gegründete Deutsche Gewerbe-Museum zu Berlin, das heutige Kunstgewerbemuseum. Ein Großteil der Sammlung des Alexander von Minutoli gelangte in das junge Berliner Kunstgewerbemuseum, wo es einen bedeutenden Grundstock des Bestandes bildete.

 

 

Auszug aus der Kurzfassung zum Buch in drei Sprachen:

Der System-Sammler Alexander von Minutoli.

 

Als junger Regierungsassessor erhielt Alexander von Minutoli (1806-1887) vom preussischen König Friedrich Wilhelm IV. 1841 den Auftrag, für die nicht mehr konkurrenzfähige schlesische Industrie Vorbilder aus verschiedenen Zeiten zu sammeln, in denen das Handwerk mit der Kunst verbunden gewesen war. Als Grundstock konnte er damals 3.600 Ausstellungsobjekte aus den familiären Sammlungen nutzen, so dass er schon 1844 seine Wohnung zu regelmäßigen Zeiten für Besucher öffnete. Alexander von Minutoli war damit 1844 der Gründer des ersten Kunstgewerbemuseums der Welt! Es befand sich in der Provinzstadt Liegnitz/Schlesien, die damals preußisch war.[1] Als Bau für das erste deutsche Kunstgewerbemuseum der Welt kann das ab 1848 für Minutolis Sammlungen genutzte Liegnitzer Schloss angesehen werden. Dort durfte er mit königlicher Erlaubnis die Räume entsprechend dem Stil der Objekte mit architektonischen Elementen und Malereien zu einem zeitgeschichtlichen Gesamtkunstwerk dekorieren.

 

Die Gründungsgeschichte des Liegnitzer Museums ist eng mit den vielseitigen Maßnahmen des eigensinnigen preußischen Beamten gegen den Niedergang der schlesischen Industrie verbunden.

[…]

 

 

 

 

 

The System Collector Alexander von Minutoli

 

In 1841, the Prussian King Frederic William IV entrusted young government assessor Alexander von Minutoli (1806-1887) with the task of collecting examples from different periods in which handcraft had still been combined with art, to serve as models for the no longer competitive Silesian industry. To start with, he could use 3,600 objects from the family-owned collections as exhibits, so that already in 1844 he was able to open his flat to visitors at regular times. This made Alexander von Minutoli the founder of the first arts and crafts museum in the world in 1844. It was located in the province town of Liegnitz/Silesia, which at the time was Prussian. The Liegnitz castle, which was used for Minutoli’s collections from 1848 onward, can be considered the building housing the first German arts and crafts museum in the world. There he was allowed by royal permission to decorate the rooms with architectural elements and paintings in accordance with the style of the objects to form a historical synthesis of art.

 

The history of the Liegnitz Museum is closely connected with the many measures of the stubborn Prussian government official against the decline of the Silesian Industry.

[…]

 

 

 

 

 

Systemowy kolekcjoner Alexander von Minutoli.

 

W 1841 roku, młody urzędnik państwowy Alexander von Minutoli (1806-1887), otrzymuje od króla pruskiego Fryderyka Wilhelma IV zadanie zebrania przykładów sztuki rzemieślniczej reprazentujących, tracący od dłuższego czasu na znaczeniu, przemysł śląski. Fundamentem tego zbioru miały być 3600 obiekty znajdujące się od lat w posiadaniu rodziny Minutoli. Już od 1844 roku prezentował je Alexander w pomieszczeniach swojego mieszkania zainteresowanej klienteli. Fakt ten pozwala nazwać Alexandra von Minutoli twórcą pierwszego Muzeum Rzemiosł Artystycznych na świecie. Znajdowało się ono w Legnicy, jednym z głównych miast pruskiej Prowincji Śląskiej.(1) Jako rzeczywistą siedzibę tej kolekcji uznać trzeba jednak wnętrza legnickiego zamku. Za zgodą króla otrzymał Minutoli wolną rękę dekorując wyznaczone sale zamku motywami architektonicznymi i malarstwem, tworząc w ten sposób coś w rodzaju architektonicznego dzieła sztuki.

 

Historia założenia legnickiego muzeum związana jest ściśle z szeroko zakrojonymi działaniami zaangażowanego, pruskiego urzędnika, mającymi na celu zapobieżenia całkowitemu upadkowi śląskiego przemysłu rzemieślniczego.

[…]

 



[1] Heute liegt die Stadt in Polen und heißt Legnica.

 

Zusammenfassung:

 

 

 

Der auf vielen Wissensgebieten hoch gebildete Jurist und Staatswissenschaftler Dr. Julius Rudolph Ottomar Menu von Minutoli (1804-1860) war auf vielen Arbeitsgebieten tätig:

 

  • als Gutachter für die Restauration einer alten Kirche in Vallendar bei Koblenz,
  • als für die Probleme der Menschen engagierter Beamter für Polizei- und Militärangelegenheiten in Posen [heute Poznan/Polen] und Berlin mit besonderem Schwerpunkt auf der Gefängniskunde,
  • als Forschungsreisender,
  • als Architekturzeichner, Darsteller von Personen, Trachten, Uniformen, Objekten aus dem Kunstgewerbe und des Handels, Dokumentarist der Tierhaltung und der Industrieentwicklung in verschiedenen Ländern,
  • als Berater der Regierung des preußischen Königs und Ministerien der spanischen Königin,
  • als Kontaktmann zu einflußreichen Persönlichkeiten und Herrschern im In- und Ausland, der Möglichkeiten zu Handelsvertrags-Abschlüssen mit anderen Nationen ausloten sollte,
  • als anonymer Autor von Beiträgen in der Preußischen Staatszeitung, der Leipziger Illustrierten, der Augsburger Allgemeinen Zeitung und dem Deutschen Kunstblatt,
  • als pfiffiger, unkonventioneller Polizeipräsident in Posen und Berlin, der 1848 als Kontaktmann zwischen dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und den zu mehr Einfluß strebenden Personen fungierte,
  • als Dokumentarist der Vorgänge in der Berliner Märzrevolution,
  • als Förderer von Personen, die ebenfalls Beiträge dazu liefern konnten, um ein umfassendes, möglichst sachliches historisches Bild zu 1848 für die Nachwelt zu erhalten,
  • 1848 als Organisator einer Bürgerwehr in Berlin,
  • als Organisator einer - zum großen Teil unbewaffneten - Schutzpolizei in Preußen,
  • als Erfinder des - heute noch gültigen - Prinzips der Deeskalation im aktiven Polizeidienst,
  • als Generalkonsul für Spanien und Portugal,
  • als Autor verschiedener Sachbücher zur Gefängniskunde, zur frühen Geschichte der Hohenzollern, zu Geschichte, Geographie, Handel und Volkssitten in Spanien sowie seinen Kolonien auf den Kanarischen Inseln, Portugal und seinen Kolonien,
  • als Forscher und Sammler auf den Gebieten Botanik, Zoologie, Mineralogie, Kunstgewerbe und Kunst für Museen in der Heimat,
  • als Gutachter in archäologischen Fragen,
  • zuletzt für den Deutschen Zollverein als erster deutscher Ministerresident und Generalkonsul in Persien.

 

 

 

Hunderte auf drei Kontinenten entstandene Zeichnungen zeigen zahlreiche Orte und Gebäude, die es heute nicht mehr gibt. Manche idyllisch wirkende Darstellungen belegen Orte, die hochpolitisch sind, da sie Belege für die asymmetrische Kriegsführung unter der französischen Kolonialmacht in Algerien sind.

 

Minutoli war ein kontaktfreudiger, unermütlich tätiger engagierter Humanist, ein Menschen- und Tierfreund, ein wandlungsfähiger sportlicher Dandy, der auch unter härtesten Bedingungen seinen Dienst für das Vaterland und die Wissenschaft erfüllte.

 

 

 

Kontakt:                                    

Dorothea Minkels

13465 Berlin              

Mail: dminkels@t-online.de