Nobody is perfect!

Auch nach 5 Jahren Arbeit am Buch gibt es noch Korrekturen und Ergänzungen.

Korrekturen:

  • Seite 39, 2. Abschnitt, 12. Zeile: dänische Herrschaft (seit 1389-1814), ...
  • Seite 233: Promemoria ..., 2. Zeile: Staatsminister Zwehl ...
  • Seite 233, Fußnote 1074: Zwehl, Theodor von (1800-1875), Staatsminister des Inneren in Bayern (seit 9.6.1849-1.12.1852), vom 20.11.1848-9.6.1849 Regierungspräsident in Oberbayern.
  • Seite 484: Machbuba (*1825 ...)

Ergänzungen:

 

S. 159: Der Zeichner von Julius von Minutolis schönstem Porträt war der bei Posen geborene Michael Alexander. Am 7. Dezember 1841 wurde der 1825 zum Christentum übergetretene ehemalige Jude Michael Salomon Alexander (1799-1845) zum 1. Bischof des anglo-preußischen Bistums in Jerusalem ernannt. Am 21. Januar 1842 trat er sein Amt in Jerusalem an. Das schöne Porträt von Minutoli wurde vielfach lithographiert. (Ausschnitt oben. Die Lithographie wurde 1921 veröffentlicht in: Arthur von Kronthal: Werke der Posener Kunst, S. 47)

 

Seite 583: Übersetzung des lateinischen Textes auf der Titelseite von Julius von Minutolis Buch

Erinnerungen aus meinem Leben:

- necque umquam ad manum accedere licebat! - oder jemals erlaubt sein zur Hand zu kommen!

(frei übersetzt: ... für einen Handkuss vorgestellt zu werden!)

 

 

 

Zusammenfassung:

 

 

 

Der auf vielen Wissensgebieten hoch gebildete Jurist und Staatswissenschaftler Dr. Julius Rudolph Ottomar Menu von Minutoli (1804-1860) war auf vielen Arbeitsgebieten tätig:

 

  • als Gutachter für die Restauration einer alten Kirche in Vallendar bei Koblenz,
  • als für die Probleme der Menschen engagierter Beamter für Polizei- und Militärangelegenheiten in Posen [heute Poznan/Polen] und Berlin mit besonderem Schwerpunkt auf der Gefängniskunde,
  • als Forschungsreisender,
  • als Architekturzeichner, Darsteller von Personen, Trachten, Uniformen, Objekten aus dem Kunstgewerbe und des Handels, Dokumentarist der Tierhaltung und der Industrieentwicklung in verschiedenen Ländern,
  • als Berater der Regierung des preußischen Königs und Ministerien der spanischen Königin,
  • als Kontaktmann zu einflußreichen Persönlichkeiten und Herrschern im In- und Ausland, der Möglichkeiten zu Handelsvertrags-Abschlüssen mit anderen Nationen ausloten sollte,
  • als anonymer Autor von Beiträgen in der Preußischen Staatszeitung, der Leipziger Illustrierten, der Augsburger Allgemeinen Zeitung und dem Deutschen Kunstblatt,
  • als pfiffiger, unkonventioneller Polizeipräsident in Posen und Berlin, der 1848 als Kontaktmann zwischen dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. und den zu mehr Einfluß strebenden Personen fungierte,
  • als Dokumentarist der Vorgänge in der Berliner Märzrevolution,
  • als Förderer von Personen, die ebenfalls Beiträge dazu liefern konnten, um ein umfassendes, möglichst sachliches historisches Bild zu 1848 für die Nachwelt zu erhalten,
  • 1848 als Organisator einer Bürgerwehr in Berlin,
  • als Organisator einer - zum großen Teil unbewaffneten - Schutzpolizei in Preußen,
  • als Erfinder des - heute noch gültigen - Prinzips der Deeskalation im aktiven Polizeidienst,
  • als Generalkonsul für Spanien und Portugal,
  • als Autor verschiedener Sachbücher zur Gefängniskunde, zur frühen Geschichte der Hohenzollern, zu Geschichte, Geographie, Handel und Volkssitten in Spanien sowie seinen Kolonien auf den Kanarischen Inseln, Portugal und seinen Kolonien,
  • als Forscher und Sammler auf den Gebieten Botanik, Zoologie, Mineralogie, Kunstgewerbe und Kunst für Museen in der Heimat,
  • als Gutachter in archäologischen Fragen,
  • zuletzt für den Deutschen Zollverein als erster deutscher Ministerresident und Generalkonsul in Persien.

 

 

 

Hunderte auf drei Kontinenten entstandene Zeichnungen zeigen zahlreiche Orte und Gebäude, die es heute nicht mehr gibt. Manche idyllisch wirkende Darstellungen belegen Orte, die hochpolitisch sind, da sie Belege für die asymmetrische Kriegsführung unter der französischen Kolonialmacht in Algerien sind.

 

Minutoli war ein kontaktfreudiger, unermütlich tätiger engagierter Humanist, ein Menschen- und Tierfreund, ein wandlungsfähiger sportlicher Dandy, der auch unter härtesten Bedingungen seinen Dienst für das Vaterland und die Wissenschaft erfüllte.

 

 

 

Kontakt:                                    

Dorothea Minkels

13465 Berlin              

Mail: dminkels@t-online.de